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GIZ Innovation Fund 2020 – Weltweite interne Kommunikation des Innovationsmanagements

Im GIZ Innovation Fund, dem unternehmensweiten Ideenwettbewerb und anschließendem Accelerator Programme der Deutschen Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ), werden innovative Ideen zu Produkten und Leistungen entwickelt und umgesetzt. Wir haben die GIZ bei dem Prozess vom ersten Bootcamp bis zum Final Pitch mit zwei Dokumentationsvideos und digitalen Awards begleitet. Und mit Lilian Leifert vom GIZ Innovation Fund Team über die Hürden, Chancen und Lösungen im Jahr 2020 gesprochen. 

Lilian Leifert, Beraterin für Innovation bei der Deutschen Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit

Als Teil des GIZ Innovation Fund Teams begleitet Lilian Leifert den sechsmonatigen Prozess von der Organisation über die Kommunikation und Begleitung der Ideeneinreicher*innen bis hin zur Ausrichtung des finalen Pitch-Events.

Wettbewerb um die besten Ideen

Der Innovation Fund ist der unternehmensweite Ideenwettbewerb der GIZ. Seit 2017 ruft das Team um Lilian Leifert und Felix Krause einmal im Jahr weltweit zum internen Call for Ideas auf. Gesucht werden innovative Ideen zu Produkten, Dienstleistungen und Geschäftsmodellen zu aktuellen Trendthemen.

Durch ein globales Community Voting werden die sechs Ideen mit dem größten Potenzial gewählt. Die Teams hinter den Ideen entwickeln diese im sogenannten Accelerator-Programm weiter – zu einem konkreten Produkt oder einer konkreten Dienstleistung. Dafür werden sie in der Erarbeitung zum Minimal Viable Product/Service (MVP/S) finanziell sowie mit zielführenden Methoden wie Design Thinking unterstützt.

Im abschließenden Final Pitch werden die weiterentwickelten Ideen der Jury, dem GIZ-Vorstand sowie interessierten Mitarbeiter*innen und externen Gästen präsentiert. Dabei gehen zwei Teams als Sieger*innen hervor. Und erhalten neben der weiteren methodischen Unterstützung ein Budget, um ihre Ideen zu skalieren und in der GIZ zu implementieren.

2020 – ein Jahr voller Herausforderungen 

So startet der sechsmonatige Wettbewerb um die besten Ideen im März 2020 aufs Neue. Der Call for Ideas wird ausgerufen und die ersten Ideen werden eingereicht. Zeitgleich geht eine neue Herausforderung um die Welt. Die Corona-Pandemie breitet sich weiter aus und zwingt uns dazu, soziale Kontakte auf ein Minimum zu reduzieren.

Ursprünglich wird der Prozess bis zum Final Pitch mit mehreren Präsenzveranstaltungen geplant. So sieht sich das Team um Lilian Leifert und Felix Krause durch die Corona-Pandemie mit einer neuen Situation konfrontiert. Diese beschreibt uns Lilian wie folgt: „Die große Herausforderung war es, dass alle Schritte des Programms nun digital ablaufen mussten. Das führte zu einer gewissen Unsicherheit, mit der wir in der Kommunikation offen umgegangen sind.“

Schnell entdeckt das Team über digitale Collaboration-Tools gute Möglichkeiten, die Zusammenarbeit auch remote durchzuführen. „Wir mussten eine Strategie entwickeln, wie wir die digitale Collaboration als Asset kommunizieren, um das Ganze nicht als Setback zu sehen, sondern – wie auch unsere Teilnehmer*innen mit ihren innovativen Ideen – das Beste aus dem zu machen, was man hat.“ sagt Lilian Leifert dazu.

Mit einer Dokumentation des Bootcamps – dem ersten Schritt des Accelerator-Programms – wird dies mit unserer Hilfe unterstrichen. So zeigen die glücklichen Teilnehmer*innen des Bootcamps, dass es sich lohnt, der neuen Situation positiv zu begegnen.

Final Pitch als hybrides Event

Nach der Reifung der Ideen durch das Accelerator Programme sind alle Augen auf den Final Pitch gerichtet. Den Höhepunkt einer sechsmonatigen Spannungskurve. Ein Event, das mehr ist als eine Preisverleihung. Eine Zeremonie, die in hohem Maße die Innovationskultur der GIZ transportiert. 

So erzählt uns Lilian: „Der Final Pitch bekommt viel Aufmerksamkeit innerhalb unseres Unternehmens. Deshalb brauchten wir eine Lösung, die dem Event trotz Social Distancing auch qualitativ gerecht wird.“ Aus diesem Grund entscheidet sich das Team gegenüber einer reinen Online-Variante des Pitches für eine Lösung als hybrides Event. In Eschborn baut das Team ein Studio auf, in dem die Veranstaltung live aufgezeichnet und übertragen wird. 

Neben dem Moderator und „Master of Magic“ Tobias Grünfelder begrüßt das Team auch Ingrid Gabriela Hoven aus dem Vorstand der GIZ und den Leiter des Fach– und Methodenbereichs Dr. Dirk Aßmann vor Ort. Die präsentierenden Teams werden auf dabei auf eine „Virtual Stage“ gerufen, um ihre Ideen zu präsentieren. So wird der Charakter einer hochkarätigen Preisverleihung für die besten Ideen beibehalten.

Auszeichnung mit Hands-on-Mentalität

Zum Thema Awards sagt uns Lilian im Interview: „Die Teilnehmer*innen investieren viel Zeit und Mühe in ihre Ideen. Diese Leistung soll beim Final Pitch gebührend gefeiert und anerkannt werden.“ 

Um den Teilnehmer*innen diese Anerkennung zu geben, entwickeln wir einen digitalen Award, der durch einen einfachen DIY-Charakter besticht. Die Gewinner*innen erhalten ihre Auszeichnung weltweit als PDF und können diese an jedem Ort der Erde ausdrucken, zusammenbasteln und aufstellen.

So nennt Martin Ciesilski, Master of Improvisation and Innovation beim Final Pitch des Innovation Funds, die Auszeichnungen „the most beautiful awards you ever received via internet.“ Sie bleiben eine charmante Erinnerung an das Jahr, das wie kein Anderes die Brücke zum Innovationsmanagement selbst schlägt – Herausforderungen kreativ zu begegnen, und das Beste aus dem zu machen, was man hat.

GIZ Innovation Fund 2020 Award

GIZ Innovation Fund 2020 Teilnahmeurkunde

Mit der abschließenden Dokumentation des Ideenwettbewerbs kann das Team langfristig weitere Mitarbeiter*innen zur Teilnahme am Innovation Fund motivieren. Und auch extern Interessierten zeigen, wie die GIZ mit Innovationsgeist und Tatkraft vorangeht, um die Bedürfnisse von Menschen auf der ganzen Welt zu erfüllen.

Unsere Zusammenarbeit fasst Lilian Leifert wie folgt zusammen: „Mit Siedepunkt an den Produkten zu arbeiten, mit denen wir unsere Inhalte vermitteln – das war uns wichtig. Während des Projekts war mir immer klar: Ihr seid da und wir wuppen das zusammen, auch in stressigen Zeiten.“

Schlusswort

Durch die schnelle Reaktion und den offenen Umgang mit den neuen Gegebenheiten konnte die GIZ mit dem Innovation Fund erfolgreich neue Ideen implementieren. Die besondere Form der Preisverleihung mit digitalen Urkunden und Awards bleibt den Teilnehmer*innen auch als Dokumentation in besonderer Erinnerung. Wir bleiben gespannt, wie der GIZ Innovation Fund auch in diesem Jahr neue und innovative Ansätze für die Bedürfnisse von Menschen auf der ganzen Welt hervorbringt.

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